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Dienstag, 24. Januar 2012, 19.30 Uhr
Sitzungszimmer im Haus zum Kiel
Hirschengraben 20, 8001 Zürich
PD Dr. Dorothea Baumann (Zürich)
Georg Friedrich Händel in Rom 1706-1708: akustische und aufführungspraktische Erfahrungen
Händels Aufenthalt in Rom war für sein ganzes weiteres Schaffen von entscheidender Bedeutung. Auf seine eindrücklichen Frühwerke hat er später immer wieder zurückgegriffen und das reiche Musikleben in den Palazzi und Kirchen hat ihn zutiefst beeindruckt und geprägt. Die Erforschung der historischen Aufführungspraxis hat eine Fülle an Kenntnissen zum Instrumentenbau und zur Spieltechnik erschlossen. Die Räume und die akustischen Bedingungen der Aufführung sind jedoch viel seltener erforscht worden. Der Vortrag untersucht diese Frage für Händel in Rom u.a. am Beispiel der Kammerduette und des Oratorio per La Risurrettione di Nostro Signor Giesu‘ Cristo im Bewusstsein, dass der Raum (Grösse, Volumen, Form, Proportionen, innere Ausstattung) ebenso wie die Grösse des Ensembles für die Wirkung der Musik von entscheidender Bedeutung sind.
Mittwoch, 7. März 2012, 19.30 Uhr
Sitzungszimmer im Haus zum Kiel
Hirschengraben 20, 8001 Zürich
Prof. Dr. Annegret Huber (Wien)
Musikalisch analysieren. Anforderungen an eine Theorie
‚Die‘ Musikanalyse gibt es nicht. Trotzdem spielt ‚sie‘ eine zentrale Rolle in künstlerischer wie wissenschaftlicher Praxis. Dabei ist mehr als umstritten, was ihre Wissenschaftlichkeit ausmacht und welche Rolle sie in kreativen Prozessen spielt. Drei Begriffe im Titel des Vortrags markieren Bereiche, in denen aktuelle Diskussionen Impulse aus Medienphilosophie und Wissenssoziologie erhalten könnten: musikalisch – der medialen ‚Musikalität‘ des Analysegegenstands ebenso entsprechend wie die Musikalität der Analysierenden berücksichtigend
Analysieren als planvolles Handeln von Individuen – anstelle von Analyse als Ergebnis oder Disziplin
eine Theorie – keine ‚universelle‘ Musiktheorie, sondern verbindliche Konvention zur Entwicklung von individuell verschiedenen musikalischen Handlungstheorien auf einheitlicher erkenntnistheoretischer Basis.
Donnerstag, 10. Mai 2012, 19.30 Uhr
Sitzungszimmer im Haus zum Kiel
Hirschengraben 20, 8001 Zürich
Dr. Cornelia Bartsch (Hamburg/Basel)
Erzählt Musik Geschlechterschichte(n)? Überlegungen zu musikalischer Narratologie und Gender
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